Wie funktioniert eine Schiffsbeteiligung
überhaupt?

oder

Was geschieht mit meinem Geld nach der
Investition in eine Schiffsfonds?

Allgemeines:
Bei einer Schiffsbeteiligung investieren Sie in den Bau und Betrieb eines Schiffes! Dieses Schiff wird von einem Charterer benötigt, der es mittel- oder längerfristig in eine Beschäftigung einbinden möchte. Die Höhe der Chartereinnahmen bestimmt die Wirtschaftlichkeit der Investition. Denn die Charter muss den Kapitaldienst, die Schiffsbetriebskosten und die Ausschüttungen an die Anleger bedienen können.

Die Charterverträge werden normalerweise auf Dollar-Basis (Schifffahrtswährung) abgeschlossen. Die Dauer des ersten Chartervertrages ist meist abhängig von der Schiffsgrösse der Objekte eines Schiffsfonds. Dies kann wenige Monate betragen, aber auch viele Jahre Bestand haben, je nach Grösse des Schiffes. Nach Auslauf der Erstcharter richten sich die Konditionen des Anschlusscharters nach der aktuellen Lage des internationalen Schifffahrtsmarktes. Die Neuregelung der Tonnagebesteuerung führt zur weitgehenden Steuerfreiheit der Gewinne, wenn zur Tonnagebesteuerung optiert wird. Die laufende Ertragskraft dieser Fonds richtet sich nach Angebot und Nachfrage am Markt, also einem Mechanismus, der jeder betriebswirtschaftlichen Beteiligung zu eigen ist!

Chancen / Risiken:
Schifffonds beinhalten als unternehmerische Beteiligungen, erhebliche Risiken bezüglich des Investitions- und Finanzierungsplans. Bei solider Gestaltung können Schiffsfonds aber eine sehr lohnende Anlageform sein! Bei den gesellschaftsrechtlichen und steuerlichen Risiken gelten im Wesentlichen die Hinweise, wie sie oben beschrieben sind.

Charterraten:

Schwer zu beurteilen ist die Entwicklung der Charterraten im Markt der Containerschiffe, Öltanker und Mehrzweckfrachter. Die erzielbaren Charterraten bestimmen die Einnahmen der jeweiligen Fondsgesellschaft. Es besteht grundsatzlich das Risiko, wie bereits oben dargestellt. Denn Charterraten können sich grundsatzlich negativ entwickeln, so dass nach Ablauf der Erstcharterverträge Anschlussverträge nur zu niedrigen Raten abgeschlossen werden können. Die Chance, das die Entwicklung genau entgegengesetzt verlauft, ist aber gegenwärtig deutlich höher.

Währungsrisiko:

Da die Charterraten überwiegend in US-Dollar vereinbart werden, besteht generell ein Währungsrisiko. Dieses Risiko relativiert sich aber durch die Schiffsbetriebskosten, die ebenfalls in Dollar anfallen. Man spricht hier von währungskongruenter Eindeckung!

Betriebskosten:

Es besteht das Risiko, das die Betriebskosten höher ausfallen als geplant. Dies kann der Fall sein, wenn z.B. die IMO (International Maritime Organisation) Sicherheitsstandards fordert die zum Schutz der Seeleute umgesetzt werden müssen!

Wesentliche Merkmale von Schiffsfonds:


  • Ausschüttung:
    ab ca.8 %, ansteigend bis auf 20 %
  • Anlagehorizont: mittel- bis langfristig
  • Währungsrisiko: eindeutig vorhanden, weil die Weltschifffahrtswährung der US-Dollar ist! Aber entsprechende Chancen sind auch vorhanden, wenn die Geschäftsleitung und der Beirat vor allem in Fragen der Fremdwährung umsichtig kooperieren
  • Einkunftsart: Gewerbebetrieb
  • Sicherheitskonzept: Hier zählt ausschliesslich die Erfahrung des Emissionshauses und die Gestaltung der Schiffsbeteiligung

Veräusserungserlös:

Der Veräusserungserlös wird in der Ergebnisprognose entsprechend berücksichtigt. In der Regel werden 30 % des ursprünglichen Kaufpreises nach ca. 12 Jahren als Wiederverkaufspreis angesetzt. Es besteht das Risiko, dass der prospektierte Verkaufserlös nicht, oder deutlich niedriger erzielt wird.